Rauenthaler Traditionsverein e.V.
Rauenthaler Traditionsverein e.V.

Einladung zur Sitzung der „AG Jubiläum“
 

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

im Namen des 1. Vorsitzenden lade ich Sie hiermit zur Sitzung der „Arbeitsgruppe Jubiläum“ ein:

 

Donnerstag, den 14. Juni 2018

um 20:00 Uhr

im Rheingauerhof-Rauenthal

 

Folgende Punkte müssen besprochen werden:

 

  1. Programm 2019
  2. Festumzug
  3. Kerbe-Zeitung
  4. Verschiedenes

 

Mit freundlichen Grüßen

gez. M. Klein

-Schriftführer-

Unterwegs mit dem Rauenthaler Traditionsverein zu neuen und alten Landschaftsprojekten

Bei herrlichem Sonnenschein und einem makellos blauen Himmel konnte Dr. Günter Brack  am Sonntagmorgen, 6. Mai 25 Naturfreunde zur traditionellen  Landschaftswanderung begrüßen. Der Traditionsverein führt mit der neu eingerichteten Abteilung Landschaft die Aufgaben der ehemaligen Günter Brack Stiftung fort.

Thema des diesjährigen Rundgangs: „ Besuch alter und neuer Landschaftsprojekte“

Durch schattenspendende xerotherme (wärmeliebende) lockere Eichenbestände, deren Stockausschläge von früheren Generationen als Brennholz genutzt wurden, ging es zum Heinzentalhang einer Nebenlage des Rauenthaler Weinbaus.

Auf einer seit Jahrzehnten brachliegenden Fläche des Hangs hatte 2008 die Günter-Brack-Stiftung – Für Umwelt und Kultur in Rauenthal die meterhohen Brombeerhecken mulchen lassen, um Wanderern die Sichtachse zum Rheintal offen zu halten. Weiteres Ziel war es durch jährliche Schafbeweidung und Mulchen im Dreijahresrythmus einen artenreichen Halbtrockenrasen zu entwickeln. Die Wandergruppe stellte erfreut fest, dass sich nicht nur der angestrebte Trockenrasen gebildet hat. Gleichzeitig konnte sie sich überzeugen, dass darüber hinaus mit dem reichen Besatz an wildem Oreganum (gemeinem Dost) ein herausragendes Schmetterlings- und Bienenbiotop entstanden ist. Brack erwähnte, dass die Stadt an dem Hang Flächen für ein ökologisches Ausgleichprojekt erworben habe, nun aber einem Interessenkonflikt ausgesetzt sei, weil  privates Interesse an der Wiederaufnahme des Weinbaus bekannt wurde.

Nächste Station war eine herrliche Streuobstwiese mit alten Süßkirschen auf einer Fläche von 10.000 qm. Das Problem: Die Süßkirschen sind 50 Jahre alt und beginnen deutlich zu vergreisen. Geschieht nichts, dann erleidet die Streuobstwiese das gleiche Schicksal wie zahlreiche alte Obstbestände in früheren Jahren, die Bäume fallen zusammen und die Flächen verbuschen. Keine hoffnungsvolle Perspektive für ein bisheriges landschaftliches Glanzstück entlang des Rauenthaler Premiumwanderwegs. Nach eingehenden Gesprächen ist ein Kooperationsprojekt zwischen Eigentümer und dem Traditionsverein vereinbart worden im Rahmen dessen die abgehenden Süßkirschen nach und nach durch Edelkastanien durchmischt mit anderen Hölzern wie z.B. Elsbeere  und Schwarznuss  ersetzt werden.

Den Schlusspunkt des Rundgangs bildete die Besichtigung einer Wildobstwiese. In diesem Falle wurde mit finanzieller Förderung der Unteren Naturschutzbehörde zunächst eine schon weitgehend abgestorbene Mirabellenwiese erst aus der Verbuschung herausgeholt. Eine Neuanlage mit Mirabellen hätte wegen fehlender kommerzieller Nutzung keinen Sinn gemacht. Stattdessen  wurde eine Wildobstwiese mit 15 verschiedenen Baumarten angelegt. Nach Erläuterung der einzelnen Baumarten fasste Brack die Entwicklungsziele für die Anlage zusammen:  Schaffung von Vielfalt(Biodiversität), reiches Angebot an Nahrungsquellen für Insekten, Bienen und Vögel und im Hinblick auf die Klimaerwärmung Tests für die Anpflanzung bisher unbekannter wärmeliebender und trockenresistenter Baumarten.

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