Rauenthaler Traditionsverein e.V.
Rauenthaler Traditionsverein e.V.

Unter Apfelbäumen zur Bubenhäuser Höhe

 

 

Am  frühen Samstagmorgen, den 19. November entstand an der Straße hinauf zur Bubenhäuser Höhe zur Überraschung der Spaziergänger eine schmucke Baumreihe mit Apfelbäumen als Hochstämme.

 

Projektträger der Anlage ist der Rauenthaler Traditionsverein e.V.

 

Der Verein setzt die Arbeit der „Günter Brack Stiftung – für Umwelt und Kultur in Rauenthal“ fort. Sie wurde 2015 aufgehoben, weil sich für Brack kein Nachfolger zur Übernahme der Stiftung fand. Zur Weiterführung der Landschaftspflege hat der Traditionsverein zusätzlich eine Abteilung „Landschaftspflege“ gebildet.

 

 

Die Planung für die Pflanzung der Baumreihe hatte Dr. Günter Brack in Abstimmung mit der Stadt  Eltville und dem Amt für Bodenmanagement Limburg übernommen. Das grüne Licht für das Vorhaben hatten sieben Rauenthaler Bürger mit ihrer Zustimmung zur Pflanzung der Bäume auf ihren Grundstücken gegeben. Die technische Ausführung der Pflanzung leitete Klaus Bruns an, der als ausgewiesener Obstbauexperte in Rauenthal gilt. Bei der Befestigung der Bäume in einem Dreierverbund wurde er von Siggi Hansen und Manfred Schon unterstützt. Für Hansen, Mitglied im Ortsbeirat, war es eine Premiere in der Landschaftspflege. Manfred Schon sorgte für eine Innovation der Baumpflanzungen in Rauenthal: er hatte auf den Rat seines Bruders - ein Wiesbadener Pomologe - Drahtkäfige besorgt, in die der Baum zum Schutz vor Wühlmausfraß gesetzt wird. Den Aushub der Pflanzlöcher - die härteste Arbeit die anfällt, wenn von Hand gearbeitet wird - hatte in ehrenamtlicher Hilfe Hans Joachim Wagner mit einer kleinen Baggerschaufel besorgt.

 

Fleißig mit der Schaufel bei der Hand zum Auffüllen der Pflanzlöcher waren Bernd Bammert, Karl Heinz Klein und Uwe Scheller. Die Fotodokumentation besorgte Michael Klein.

 

Für die Anschaffung der Bäume und sonstiges Material wurden - finanziert aus Spendengeldern - rund 400 Euro gezahlt. Ohne die ehrenamtliche Hilfe hätte mit Projektkosten von insgesamt etwa 1000 Euro gerechnet werden müssen. Dieser gravierende Unterschied macht das Gewicht ehrenamtlicher Arbeit deutlich, ohne die viele Projekte erst gar nicht verwirklicht werden können.

 

Den Rauenthalern wird sich ab dem nächsten Frühjahr ein sehr abwechslungsreiches Bild während Blüte und Ernte bieten, denn jeder der sieben Bäume repräsentiert eine andere Apfelsorte. Da tauchen so klangvolle Namen wie Berner Rosenapfel, Goldrenette von Blenheim und Gewürzluiken auf.

 

 

Zum Abschluss der Aktion hob Brack dankbar hervor, dass mit der neuen Baumreihe wieder ein Landschaftselement hinzugewonnen wurde, das an die historische Kulturlandschaft mit einstmals 1200 Obstbäumen in der Gemarkung Rauenthals erinnere.

 

 

Dr. Günter Brack                                                       Rauenthal, 20.11. 2016

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